Leistungen

Voruntersuchung und Aufklärung durch Anästhesisten (so genannte Prämedikationsuntersuchung)

Immer dann, wenn Anästhesisten tätig werden sollen, ist es notwendig, dass sie ihre Patienten zuvor gut kennen lernen. Dieses kennen lernen findet im Rahmen der so genannten Prämedikation statt. Hierunter ist eine Voruntersuchung mit anschließender Aufklärung durch eine Narkoseärztin (Anästhesistin) oder einen Narkosearzt (Anästhesist) zu verstehen. Eine solche Voruntersuchung ist erforderlich, um im Rahmen des Schmerzbetäubungsverfahrens für Sie oder Ihr Kind ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu erreichen.

Dies geschieht immer dann, wenn Sie den Entschluss gefasst haben, sich von einen der Ärztinnen oder Ärzte, mit denen wir zusammen arbeiten, operieren zu lassen. Diese Voruntersuchung findet in den Tagen oder wenige Wochen vor einer geplanten Operation statt. Eine stationäre Aufnahme ist hierfür nicht erforderlich. Bei Notfalloperationen wird die Voruntersuchung auch am Operationstag selbst durchgeführt.

In der Regel führen wir die Prämedikationsuntersuchung ambulant, d. h. in den Räumen unserer Anästhesiepraxis durch (in der Schönberger Straße 11 in Kiel-Wellingdorf oder in der Ostseeklinik Kiel in der Hamburger Chaussee 77 in Kiel).

Sie erhalten von uns zunächst einen Fragebogen zu möglichen bei Ihnen vorliegenden oder früher einmal durchgemachten Erkrankungen. Falls Sie gegenwärtig Medikamente (z. B. zur Behandlung eines Bluthochdrucks oder einer Zuckerkrankheit) einnehmen, benötigen wir die Angabe der Namen dieser Medikamente. Bitte füllen Sie diesen Fragebogen soweit es Ihnen möglich ist aus. Unklare Fragen werden in dem späteren Gespräch mit der Anästhesistin oder dem Anästhesisten geklärt. Dabei werden wir Ihnen den Ablauf des für Sie am besten geeigneten Schmerzbetäubungsverfahrens erklären und Ihnen auch einige wichtige Verhaltensmaßregeln (z. B. Einhalten von Nüchternheit vor der Operation, Verhalten nach der Operation) mitgeben. Wir bitten Sie, sich in Ihrem eigenen Interesse genau an diese Verhaltensmaßregeln zu halten.

Außerdem werden Sie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Desweiteren werden Sie über die Überwachung und Behandlung durch uns in den Stunden nach der Operation informiert.

Sie haben die Möglichkeit, in diesem Gespräch, noch offene Fragen im Zusammenhang mit der Anästhesie zu klären. Wir freuen uns, wenn Sie diese Möglichkeit nutzen, denn wir meinen, dass eine gute Information dazu beiträgt, dass Sie sich bei uns so gut wie irgend möglich betreut fühlen können.

Wenn nötig ordnen wir für den Abend vor der Operation oder den Morgen des Operationstages ein Beruhigungsmedikament an. Es hat sich gezeigt, dass Patienten von dieser Beruhigung oft profitieren und es für den Erfolg der Narkose und damit der gesamten Therapie förderlich sein kann. Außerdem wird besprochen, welche Medikamente Sie aus Ihrer Dauermedikation weiter einnehmen sollen und welche für den Operationstag abgesetzt werden. Gelegentlich werden noch weitere Medikamente angeordnet.

Zu Ihrer Sicherheit kann es in Einzelfällen vorkommen, dass die Operation aus unserer Sicht verschoben werden muss. Meist werden dann zusätzliche Untersuchungen durchgeführt oder Sie werden gebeten, sich noch einmal bei Ihrem Hausarzt einem anderen Facharzt (z.B. Innere Medizin) zur Untersuchung vorzustellen, um Ihren Allgemeinzustand besser beurteilen zu können und gegebenenfalls Ihren aktuellen Gesundheitszustand z. B. durch ergänzende Medikation zu verbessern.

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