

Bei Operationen, die kürzer als ca. 45 Minuten dauern, kann ein anderes Schmerzbetäubungsverfahren benutzt werden. Es wird intravenöse Regionalanästhesie genannt. Gegenüber der Armplexusanästhesie hat es den Vorteil, schneller und einfacher durchgeführt werden zu können. Hierfür wird das örtliche Betäubungsmittel in ein Blutgefäß (Vene) des zu operierenden Armes eingespritzt. Zuvor wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm angelegt und so stark aufgeblasen, dass der Arm abgebunden ist, d. h. dass vorübergehend kein Blut in den Arm eindringen kann. Das Lokalanästhetikum verteilt sich nun nur in diesem Bereich und betäubt ihn sozusagen von innen heraus. Auch hier bleiben Sie bei Bewusstsein, verspüren aber keinen Schmerz. Wenn die Operation beendet ist, öffnen wir die Blutdruckmanschette und das Blut kann wieder in den Arm fließen, wobei es das örtliche Betäubungsmittel sozusagen vertreibt. Dadurch kehrt die Empfindung und die Beweglichkeit rasch wieder in den Arm zurück.