Leistungen

Betäubung einzelner Nerven am Bein

Die Betäubung (so genannte Blockade) einzelner Beinnerven dient in erster Linie der Behandlung von Schmerzen nach einer Operation.

Für die Empfindungsfähigkeit des Beines und die Bewegungsfähigkeit seiner Muskeln sind zwei großen Nerven verantwortlich: der so genannte Femoralis-Nerv und der Ischias-Nerv. Für Operationen im Bereich des Kniegelenks, des Unterschenkels und Fußes besteht die Möglichkeit, nur diese Nerven des betroffenen Beines zu betäuben. Dafür wird unterhalb der Leiste in die Nähe der Nerven über eine spezielle Kanüle ein örtliches Betäubungsmittel eingespritzt. Das Bein ist danach vom Oberschenkel abwärts ohne Schmerzempfindung. Der Ischias-Nerv wird von der Oberschenkelaußenseite aus oder von oberhalb der Kniekehle aus betäubt.

Auch bei diesen Blockaden wird häufig ein Nervenstimulator zur besseren Lokalisation der Nerven verwendet.

Für Operationen am Fuß kann die Blockade einzelner Nerven auch im Bereich des Fußes und des Unterschenkels nahe der Knöchel des Sprunggelenks durchgeführt werden (so genannter Fußblock).

Aus Sicherheitsgründen werden wir Sie immer dann, wenn bei Ihnen eine Regionalanästhesie durchgeführt werden soll, auch über eine Vollnarkose aufklären, damit im Falle einer nicht ausreichenden Schmerzausschaltung oder einer notwendigen Erweiterung des Eingriffs, die Operation trotzdem (weiter) durchgeführt werden kann. In etwa 1-2% der Fälle ist dieses bei der Spinal- oder Epiduralanästhesie, in 10-15% der Fälle bei der Armplexusanästhesie notwendig.

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